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Freitag, 15. Juni 2007

Glossar Mobile-Tagging

This article in english

2D-Code:
Bei 2D-Codes handelt es sich um eine Weiterentwicklung der 1D-Barcodes wie man sie beispielsweise auf Produkten vorfinden kann (EAN). 2D-Codes haben eine wesentlich höhere Datenkapazität und sind hinreichend unempfindlich gegen fehlerbehaftetes Auslesen. Sie sind meist quadratisch aufgebaut und bestehen aus einem zweidimensionalen Bitmuster. Weiterführende Informationen finden sie hier (Wikipedia). 2D-Barcodes wurde bislang überwiegend in der Logistik eingesetzt, finden aber noch weitere zahlreiche Anwendungsgebiete. Eines davon ist Mobile-Tagging.

3D-Code:
Ein 3D-Code kann wesentlich mehr Informationen speichern als sein 2-Dimensionaler Vorgänger. Hier werden nicht nur die X und Y Achse als Informationsspeicher verwendet, sondern auch Farbe als dritte Dimension. Die einzelnen Module eines 2-D Codes konnten bislang nur zwei Zustände annehmen; schwarz und weiß. Mit der dritten Farbdimension sind die Zustände derzeit um bis zu 256 Variationen erweiterbar.

Brandable Code :
Bei einem Brandable Code handelt es um einen Code, bei dem ein Logo integrierbar ist. Durch das Einfügen von Logos in den Code, kann dieser auf Anhieb einem Unternehmen oder Produkt zugeordnet werden. Somit ist er gerade für Marketingzwecke hervorragend geeignet.

DataMatrix:
Die DataMatrix ist einer der meistverbreiteten 2D-Barcodes der Welt. In den späten 80er Jahren in den USA entwickelt, findet der Code v.a. Anwendung in der Automomobilindustrie. Auf Grund seiner exzellenten Auslesefähigkeit mit mobilen Endgeräten, wird die DataMatrix auch im Mobile-Tagging eingesetzt. Hier gibt es die besten Reader für die Data-Matrix:
Kaywa
Quickmark
Activeprint

Commercial Tagging:
Unter Commercial-Tagging versteht man den Einsatz von mehrdimensionalen Barcodes, mit der Ausrichtung auf Mobile Marketing und Advertising. Darunter fallen das Angebot von Zusatzinformationen (Bsp: Angaben zu Nährwerten auf Nahrungsmitteln), Direktdownloads (Bsp.: kostenlose Klingeltöne, Videos und Handyspiele) und die direkte Weiterleitung auf die Webseite eines Unternehmens. Gerade beim Commercial-Tagging spielt die Brandingfähigkeit des Barcodes (integriertes Firmenlogo auf dem Code) eine entscheidende Rolle.

CoolDataMatrix :
Die CoolDataMatrix ist eine Weiterentwicklung der DataMatrix von den HP Labs in Bristol. Die Module der CoolDataMatrix werden in Dots umgewandelt. Daraus ergibt sich eine bessere Auslesbarkeit bei gleichzeitig höherer Datendichte. Reader für die CoolDataMatrix gibt es hier:
Kaywa
Quickmark
Activeprint


Java:
Java ist ein Betriebssystem, das mitunter auch für viele Mobiltelefone verwendet wird. Hinsichtlich der Verwendung von Readertechnologie ist die Software im Vergleich zu Windows mobile und Symbian eher weniger stark einzuordnen . Da die Kamerafunktionen bislang noch nicht voll ausgenutzt werden und Realtime-Unterstützung praktisch nicht möglich ist, gestaltet sich das Einlesen von Barcodese etwas schwieriger als mit anderen Betriebssystemen.

Handy-Betriebssysteme:
Diese Liste soll erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll vielmehr einen groben Überblick über deren Verbreitung darstellen.

Motorola:
Modelle mit Symbian Betriebssystem:
Z8, A920, A925, A1000

Alle anderen Motorola Modelle haben ein Java Betriebssystem.

Nokia:
Modelle mit Symbian Betriebssystem:
3230, 3250, 5500, 5700, 6260, 6290, 6600, 6630, 6670, 6680, 6681, 6682, 7610, 7710, 9300, 9500, e50, e60, e61, e65, e70, n70, n71, n72, n73, n75, n76, n80, n90, n91, n93, n93i, n95.
Alle anderen Nokia Modelle haben ein Java Betriebssystem.

Palm:
Alle Modelle haben ein Symbian Betriebssystem.

Panasonic:
Modelle mit Symbian Betriebssystem:
X700, X800
Alle anderen Panasonic Modelle haben ein Java Betriebssystem.

Samsung:
Modelle mit Symbian Betriebssystem:
SGH-i520, SHG-D720, SHG-D730
Alle anderen Samsung Modelle haben ein Java Betriebssystem.

Siemens:
Modelle mit Symbian Betriebssystem:
SX1
Modelle mit Java Betriebssystem:
C81, el71, m75, me75, s75

Sony Ericsson:
Modelle mit Symbian Betriebssystem:
P900, P990, M600i, W950
Alle anderen Sony Ericsson Modelle haben ein Betriebssystem.

Modelle mit Windows Mobile:
C600, HTC MteoR, HTC P3300, HTC P3350, HTC P3600, HTC P4350, HTC s310, HTC S620, HTC s710, HTC Tytn, Mio A701, Qtek 8310, Qtek 8500, Qtek 9000, Qtek 9100, Qtek s200, SPV c100

Mobile Codes Consortium(MC2):
Mehrere Unternehmen, wie Nokia und Telefónica O2 Europe, haben sich mit dem Ziel zusammengeschlossen einen Standardcode zu definieren, der dazu beitragen soll die Entwicklung von Mobile-Tagging in Europa voranzutreiben.

Mobile-Tagging:
Der Begriff Mobile-Tagging (Tagging= engl. für identifizieren) beschreibt den Vorgang, bei dem mit Hilfe einer Kamera eines mobilen Endgerätes ein 2D- bzw. 3D-Barcode ausgelesen wird.

Private-Tagging :
Beim Private-Tagging stehen persönliche Motive im Vordergrund. Neben der Verlinkung von Blogs und Profilen, kann beispielsweise auch an Ort und Stelle ( Bsp.: Barcode auf Automobilen) mit dem Handy auf Ebay-Auktionen zugegriffen werden. Darüber hinaus ermöglichen 2D-Codes auf Businesskarten, das automatische Speichern von Kontaktdaten im Adressbuch des Mobiltelefons. Somit ergeben sich, neben dem höheren Benutzerkomfort neuartige Möglichkeiten der Selbstdarstellung.

Public-Tagging :
Beim Public-Tagging werden Barcodes dazu verwendet, öffentliche Informationsträger mit zusätzlichen Informationen zu versehen. Diese beinhalten Wegbeschreibungen, Wikipedia-Links (Semapedia), Kundenrezessionen oder andere gemeinnützige Hinweise.

Reader:
Ein Reader ist, in dem hier verwendeten Kontext, eine spezielle Software, mit deren Hilfe 2-Dimensionale Barcodes mittels eines mobilen Endgerätes ausgelesen werden können.

Semacode :
Bei dem Semacode handelt es sich um eine Form des DataMatrix Codes. Sie wird von der gleichnamigen kanadischen Firma vertrieben.
Kaywa
Quickmark
Activeprint

Semapedia :
Bei Semapedia steht das generieren persönlicher Codes im Vordergrund, die dann auf realen Objekten angebracht werden. Bekannt ist Semapedia durch die Verlinkung zu Wikipedia-Artikeln.

Symbian:
Das Softwareunternehmen Symbian entwickelt Betriebssysteme für Mobiltelefone. Dazu gehören: Nokia, Sony Ericsson, Motorola, Panasonic, Samsung, Sendo, BenQ, Fujitsu und Siemens. Besonders im Hinblick auf Readersoftware spielt das Betriebssystem eine wichtige Rolle. Die Symbian Software eignet sich besonders gut als Plattform für einen Reader, da hier das Potenzial, insbesondere die Kamerafunktionen, des mobilen Endgerätes voll ausgenutzt werden können. Zudem ist Scannen von Barcodes in Realtime möglich.

Tag:
Der Begriff tag wird in vielen Zusammenhängen gebraucht. Im Zusammenhang mit Mobile-Tagging wird der Begriff aber synonym mit 2D- oder 3D-Barcodes verwendet.

vCard:
Eine V-Card ist eine digitale Visitenkarte. Sie ist zumeist in HTML-Seiten eingebettet oder kann an Emails angehängt werden. Der Vorteil von vCards ist, dass Kontaktdaten mit einem Mausklick im Adressbuch gespeichert werden können. Man kann die vCard auch als 2D-Code abbilden. Der Code kann unter anderem Name, Telefonnummer und E-mail Adresse beinhalten. Ein einmaliges Taggen genügt um die Kontaktdaten direkt im Adressbuch des Mobiltelefons zu speichern.

Video Code:
Der Video Code erzeugt eine schnelle Abfolge von Codes. Das sogenannte Streaming ermöglicht es große Datenmengen, wie z.B. Klingeltöne, direkt im Code zu speichern und auszulesen.

QR-Code :
Der Code wurde von der Firma Denso in Japan entwickelt und ursprünglich in der Automobilbranche verwendet. Inzwischen hat sich der Code in Japan als Standard im Mobile-Tagging etablieren können. Über 50 Millionen mal wird er zu diesem Zwecke allein in Japan täglich ausgelesen.

Windows Mobile:
Windows Mobile ist ein Betriebssystem für viele PDAs und Smartphones. Es bietet ähnlich wie Symbian Vorteile im Einsatz von Readern. Dies umfasst die Nutzung von Kamerafunktionen sowie die Erkennung in Realtime.

Kommentare:

LSW hat gesagt…

Danke für die interessante und prägnant zusammengefasste Information!

Allerdings tut sich mir eine brennende Frage auf: Gibt es auch eine Möglichkeit, Kalendereinträge so zu codieren, dass diese (mit Handy decodiert) direkt im Kalender gespeichert werden können (vgl. vCard-codes)? - Dies wäre doch aus meiner Sicht die Killeraplikation schlechthin, oder?

mHegen hat gesagt…

Diese Funktion gibt es. Bei Tagnition heissen diese Codes Calenader-tags. Wir sind ebenfalls der Meinung, dass die Einsatzgebiete für Kalenderinformationen sehr weitreichend sind. Deshalb versuchen wir den Funktionsumfang und die Kompatibilität dieser tag-Varianten durchgehend zu erweitern.